Prüfung A10 Sanierung Reitdamm

Zusammenfassung

Im Bereich des Reitdammes steht ein Kriechhang an, dessen Bewegungen durch die rasche Schüttung des Lehnendammes beim Autobahnbau 1978 beschleunigt wurden. Zufolge dieser immer noch anhaltenden Bewegungen ergeben sich Setzungen und Risse im Bereich der Autobahn. Für die endgütlige Sanierung des Objektes wurden 2 Sanierungsvarianten untersucht. Variante A Hangsicherung durch zusätzliche Ankerung und Variante B Talseitige Hangbrücke und Dammabtrag.

Im Zuge der Ausschreibungsplanung wurde festgelegt, dass die Variante B der Hangbrücke zur Umsetzung gelangen soll. Die 7-feldrige vorgespannte talseitige (RFB Salzburg) Plattenbalkenbrücke ist auf jeweils 2 “Palisaden” (überschnitte Bohrpfahlwände) je Widerlager bzw. Pfeiler, welche mit einem Pfahlrost verbunden und bis zum anstehenden Felsen (Phyllit) abgeteuft sind, tiefgegründet. Des weiteren werden ca. 60.000 m³ Dammmaterial abgetragen und der Hang im Bereich der RFB Villach mittels rückverankerter aufgelöster Bohrpfahlwand gesichert. Der Baubeginn dieser Maßnahme ist mit Mai 2015 vorgesehen und die Arbeiten sollen bis Ende 2016 abgeschlossen sein.
IGT ist bei diesem umfangreichen und komplexen Projekt für folgende Leistungen zuständig:

Leistungen

  • Prüfung der Ausschreibungsunterlagen und Pläne für Sanierungsvarianten A und B inklusive geotechnischen Gutachten und dem laufenden geotechnischen Monitoring im Sinne des Geotechnikerlasses.
  • Prüfung der Ausführungsplanung der Variante B im Sinne des Geotechnikerlasses.
  • Prüfung / Mitwirkung geotechnischer Alarmplan

Projektdaten

  • Projekt

    Prüfung A10 Sanierung Reitdamm

  • Auftraggeber

    ASFINAG Bau Management GmbH

  • Tätigkeit

    2014-2016
    Prüfingenieur im Sinne des Geotechnikerlasses

  • Gesamtkosten

    Sanierung Reitdamm 13,7 Mio Euro

  • Technische Daten

    Länge vorgespannte Plattenbalkenbrücke ca. 290 m
    Tiefgründung der Widerlager und der Pfeiler auf jeweils 2 überschnitten Bohrpfahlwandscheiben, welche bis in den Felsen (Phyllit) abgeteuft und im Kopfbereich mittels eines Pfahlrostes verbunden wurden.
    Rückverankerung der 4 Pfeiler mit jeweils 4 Dauerfreispielankern.
    Dammabtrag von ca. 60.000 m³.
    Sicherung des bergseitigen Hanges mittels rückverankerter aufgelöster Bohrpfahlwand.

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